DER DEUTSCHE LICHTDESIGN-PREIS

Auszeichnung für das Lichtdesign

Mitte Mai wurden während einer Gala in der Historischen Stadthalle Wuppertal die Gewinner beim Deutschen Lichtdesign-Preis 2019 geehrt. Da in diesem Jahr auffällig viele Kirchen oder kirchliche Einrichtungen nominiert waren, leitete Dompropst Gerd Bachner aus Köln in den Abend ein. Er legte eindrucksvoll die Bedeutung des Lichts dar – ausgehend vom christlichen Glauben hin zum aktuellen Umgang in der Architekturbeleuchtung.

Ausgezeichnet wurden elf Projekte in verschiedenen Kategorien. Einen Sonderpreis der Jury erhielt das österreichische Büro podpod Design für die Beleuchtung des Wiener Stephansdom. Einen weiteren Jurypreis gab es für das Tageslichtkonzept der Grundschule Klenze durch Peter Andres Beratende Ingenieure aus Hamburg.

Johannes Dinnebier, einer der wesentlichen Pioniere der Lichtplanung in Deutschland, dessen Unternehmen heute in zweiter Generation fortgeführt wird, erhielt den Ehrenpreis für sein Lebenswerk. Und Lichtdesigner des Jahres wurde schließlich das Büro arens faulhaber aus Köln.

Rund 460 Gäste fanden sich zur Gala ein und zeigten bis in die frühen Morgenstunden wieder, dass die Lichtbranche zu feiern versteht. Es war es ein ganz besonderes Zusammentreffen, dass der Ehrenpreisträger Johannes Dinnebier auch maßgeblich an der Beleuchtung der Stadthalle beteiligt war. Ende der 90er Jahre war im Rahmen einer grundlegenden Modernisierung die Stadthalle von Dinnebier Licht beleuchtet worden, so dass die Preisverleihung quasi in seinem Wohnzimmer stattfand.

Auch Dompropst Bachner war dann später als Bauherr unter den Ausgezeichneten. Er konnte für die von Westermann Kulturprojekte kuratierte Dona Nobis Pacem Installation am Kölner Dom die Trophäe in der Kategorie Lichtkunst entgegennehmen. Die Medienkünstler Detlef Hartung und Georg Trenz hatten die Südfassade im vergangenen Herbst anläßlich der Domwallfahrt 2018 bespielt und damit an das Ende des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren erinnert.

Wichtig zu bemerken ist auch, dass der Wettbewerb inzwischen eine wirkliche Leistungsschau der Lichtplanungsbüros aus dem deutschsprachigen Raum ist. Die Beteiligung von Büros aus Deutschland ist weiter sehr gut, während die Büros aus der Schweiz und Österreich inzwischen auch in großer Zahl einreichen, was sich dieses Jahr in einer Rekordzahl von Einreichungen gezeigt hat.

Im kommenden Jahr geht der Deutsche Lichtdesign-Preis in seine zehnte Runde. Das zarte Pflänzchen, das 2011 startete, hat sich inzwischen als fester Termin in der Lichtszene etabliert, und das soll auch für 2020 so bleiben. Daher freut sich das Organisations team auf die Einreichungen (Achtung: Einsendeschluss ist der 30.09.) und alle Beteiligten beim Lichtdesign-Preis sind gespannt auf die Projekte für 2020.

 

Lux Select unterstützt den Deutschen Lichtdesign-Preis.